Wed, 4 June 2008 FIRST ELEGY Excerpt from the Duino Elegies by Rainer Maria Rilke - TranslationMy translation has attempted to somewhat simplify to make more accessible to Americans. I hope I have not lost the profundity of Rilke. First Elegy (Excerpt) Who, if I cried out, would listen among the classes of holy angels? and should one clasp me to its breast, its profound essence would dissolve me. For beauty is nothing but the first sight of a terror that we can hardly stand except that it quietly refrains from destroying us. Every angel is too awesome. And so I swallow my luring call and weep in the dark. Who can help us us? Not angels, not men—and animals know that we’re homeless in this world we’ve constructed. Maybe along a hillside a tree stands that we can see each day, and there are always yesterday’s streets and the fidel habit moved in like a tenant who now secure shall not move on. Oh, and there’s night—night when a cosmic wind erodes our faces—gentle, yearned for, but how it forces us to confront the solitary beat of life. Is it easier for lovers? No, they only conceal the lottery from each other. Don’t you understand yet? Throw the emptiness from your arms into the clearing where we breathe— maybe the bird in the widened air will fly viscerally. -Translation - Eleanor A. Binnings (c)2008 ALL RIGHTS RESERVED ================= Die erste Elegie Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich. Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermögen wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht, und die findigen Tiere merken es schon, daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht irgend ein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern und das verzogene Treusein einer Gewohnheit, der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht. O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum uns am Angesicht zehrt –, wem bliebe sie nicht, die ersehnte, sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter? Ach, sie verdecken sich nur mit einander ihr Los. Weißt du's noch nicht? Wirf aus den Armen die Leere zu den Räumen hinzu, die wir atmen; vielleicht daß die Vögel die erweiterte Luft fühlen mit innigerm Flug. Direct download: First_Elegy_Translated_Rilke_-_Binnings.mp3 Category: podcasts -- posted at: 1:01 PM Comments[0] |


